Centro Sociale

40 Jahre organisierter Widerstand in Kurdistan

14.11.2018 (Mittwoch) 19:00
Saal

tatort kurdistan-Cafe heute:

40 Jahre organisierter Widerstand in Kurdistan

Von der Gründung der PKK 1978 zum Aufbau der demokratischen Autonomie in Kurdistan

 

 

Heute ist die kurdische Friedens- und Freiheits-Bewegungung eine breit

in der kurdischen Gesellschaft verankerte Kraft. Mit zivilen

Organisationen, verschiedenen Parteien, Berufsverbänden und

organisierten gesellschaftlichen Gruppen wie den Frauen und der Jugend

wird in allen Teilen Kurdistans versucht eine autonome Selbstverwaltung

aufzubauen. Es entstehen Räte von der Kommune bis hin zur Region, mit

Kommitees wie z.B. für Justiz, Ökonomie, Selbstverteidigung oder

Ökologie, in denen die Bevölkerung lernt ihre Bedürfnisse zu vertreten

und zu verhandeln.

Dabei ist die Frauen*befreiung einer der Grundpfeiler, breite autonome

Frauen*organisierung als gelebte radikal feministische Utopie.

 

Dieser Aufbau ist begleitet vom permanenten Kriegszustand, mal offener,

mal verdeckter, dem Widerstand gegen Assimilation oder Verleugnung,

geprägt von Gewalt, Folter und Menschenrechtsverletzungen, von Toten,

Verschwundenden und misshandelten und traumatisierten Menschen.

 

Die Region leidet unter den Stellvertrerkriegen der neuen und alten

Kolonialmächte, die die Bevölkerung ethnisch oder religiös zu spalten

versuchen und zum Spielball äußerer Interessen machen.

 

Die kurdische Bewegung versucht dem eine Perspektive entgegenzusetzen,

Räume für Freiheit und Frieden offenzuhalten und die Menschen in ihrem

Überlebenswillen zu unterstützen. Damit ist sie auch eine Hoffnung für

andere Kämpfe auf der ganzen Welt.

 

Wir wollen im TATORT Kurdistan Café Erfahrungen aus diesen 40 Jahren zu

Wort kommen lassen, von Kampf, Unterdrückung, Repression und dem

unauslöschlichen Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung.

 

 

Berxwedan jiyan e! Widerstand heißt Leben!

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