Centro Sociale

Herbstakademie

 

HerbstakademieHerbstakademie

7 tage / 1 ort / 1 dutzend veranstaltungen / 100% nichtkommerziell

 

MONTAG, 4.11.

 

20 Jahre PKK-Verbot – Was heißt das?


Workshop, Input, Ausstellung: Mo, 13-23h/Saal & Kubus


TATORT Kurdistan versucht die Rolle und Verantwortung deutscher Unternehmen und Regierungen am Krieg in Kurdistan sichtbar zu machen, dazu gehört auch die Verfolgung von KurdInnen hier. Vor 20 Jahren wurde das sogenannte „PKK-Verbot“ erlassen. Das heißt für KurdInnen, die hier leben, eine ständig repressive Bedrohung: politisches Betätigungsverbot, Aberkennung des Aufenthaltstitels, keine Einbürgerung, Hausdurchsuchungen, Bespitzelungen, Verfahren etc. In einem Workshop von 13-18 Uhr wollen wir eine Ausstellung schaffen, die die verschiedenen Auswirkungen darstellt – über Texte, Bilder, Interviews, gemalt, gesprüht, gedruckt… Für alle, die Interesse haben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ab 19 Uhr: Präsentation der Ausstellung und der neuen Broschüre "20 Jahre PKK-Verbot – Eine Verfolgungsbilanz".


Referentin: Monika Morres, Rechtshilfefonds AZADI


Organisiert von: Tatort Kurdistan


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DIENSTAG, 5.11.

 

Islamismus als moderne Krisenbewältigungsideologie


Referat & Diskussion: Di, 19-22h/Saal


Gegen die üblichen Zuschreibungen wird im Vortrag der Islamismus vor dem Hintergrund kolonialer Durchdringung und kapitalistischer Vergesellschaftung erklärt und analysiert. Am Beispiel der Muslimbrüderschaft kann gezeigt werden, wie Tradition erfunden und die „vorgestellte Gemeinschaft“ selbst wirkmächtig wird, der Bruch mit der Tradition geriert sich als deren Wahrung. Dem Islamisten verhelfen dabei Kollektivierung und Ressentiment zu Kontingenzbewältigung und Identität – wie übrigens auch seinem hiesigen Gegenpart, dem (anti-muslimischen) Rassisten.


Referent: Hannes Bode


Organisiert von: Exit! Lesekreis http://rottensystem.blogsport.eu/


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MITTWOCH, 6.11.

 

Ausgrenzen um den Schein zu wahren – zur Migration in der Krise des Kapitalismus


 Vortrag & Diskussion: Mi, 19-22h/Kubus


Wie hat sich die Migration im Laufe der kapitalistischen Entwicklung verändert? Stellt sich die Situation in der globalen Krise anders dar? Und wie wirkt sich die "negative Vergesellschaftung über das Kapital", gerade in Krisenzeiten, auf rassistische Ideologiebildungen aus? Diese Fragen sollen u.a. in dem Referat erörtert bzw. diskutiert werden. Darüber hinaus ist einführend eine kurze Darstellung kapitalismus-kritischer und krisentheoretischer Basics vorgesehen und es werden Überlegungen angestellt, welche Schlüsse antirassistische Bewegungen aus den dargestellten Thesen ziehen könnten.


Referent: Tiszl Schlemmaszeltov


Organisiert von: Exit! Lesekreis

 

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Gabel statt Skalpell


Film, Input, Essen: Mi, 16-23h/Saal


Mit dieser Veranstaltung möchten wir einen kleinen Einblick geben, warum sich Menschen vegan ernähren und für Tierrechte einsetzen. Welche Gründe gibt es, vegan zu leben? Einer der Gründe ist gesundheitlicher Natur. Der im Film „Gabel statt Skalpell“ zeigt, welche Gesundheitsrisiken mit dem Verzehr tierischer Nahrungsmittel. Für viele vegan lebende Menschen spielt aber auch der ethische Aspekt eine große Rolle, worauf die Schriftstellerin und Journalistin Hilal Sezgin in ihrem Vortrag u.a. eingehen wird. Zwischendrin wird es einige vegane Leckereien zum Probieren geben.


Ablauf:

16 Uhr: Vorstellung "Gabel statt Skalpell" (Film)

18 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Hilal Sezgin

20 Uhr: Essen

21 Uhr Vorstellung "Gabel statt Skalpell" (Film)


Referentin: Hilal Sezgin


Organisiert von: Vegane Bewegung 

 

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DONNERSTAG, 7.11.

 

Hightech fĂĽr alle!


OpenFablab: Do, 16-23h/Werkstatt & EckbĂĽro

 

Das Motto des Fab Lab Fabulous St. Pauli: Hightech fĂĽr alle!

3D Druck, CNC Fräsen, Textilverarbeitung, Elektronik, Design, Produktentwicklung, Lernen, Reparieren statt wegwerfen für jede/n!


Organisiert von: www.fablab-hamburg.org

 

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Lovers aus Portland, Oregon


Wohnzimmer-Konzert: Do, 20 h/Saal


Das Trio LOVERS, das seine Wurzeln in der DIY Queercore-Szene Portlands hat, veröffentlichte 2010 ihr Album „Dark Light“. Die drei Queers nehmen sich das beste aus Synthie-Pop, Folk und New Wave und bauen damit ihren eigenen Sound mit Percussion, Keyboards, Sequenzer und dreistimmigem Gesang. Der melancholische und zerbrechliche Gesang von Carolyn trifft auf treibende und tanzbare Beats von Kerby und Emily. Musik für Freund_innen von The Organ, Tender Forever und Team Dresch.

http://www.loversarelovers.com

 

Organisiert von: Erweitertes Wohnzimmer & Freundinnen und Freunde des Centro Sociale e.V.


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FREITAG, 8.11.

 

Das "Kapital" lesen - Kritik der politischen Ă–konomie fĂĽr Einsteiger_innen


Workshop, Fr 19-22h, Sa 10-18h, So 11-17 h/Kolleg


Angesichts der Krise ist Marx wieder en vogue. Dabei fällt vielen der Einstieg in sein Hauptwerk, das „Kapital“ schwer und es kursieren die wildesten Meinungen, was denn eigentlich da so drin steht. Wir wollen uns mit kritischer Distanz dem Text nähern und zentrale Passagen gemeinsam erarbeiten: Was versteht Marx unter dem "Wert"? Was unter "Ausbeutung"? Gibt es wirklich noch Klassen und was ist eigentlich diese ominöse Dialektik? Der Workshop wird eingeleitet durch eine kurze geschichtliche Einbettung des Textes. Zum Abschluss stellen wir euch verschiedene Lesarten (Operaismus, Wertkritik, "Neue Marxlektüre", und "Historische Lesart") vor, die den Text teilweise sehr unterschiedlich auslegen und geben euch eine Auswahl an Möglichkeiten, wie ihr euch weiter mit der Kritik der politischen Ökonomie auseinandersetzen könnt.

 

Der Kurs ist auf 20 Teilnehmer_innen begrenzt, darum bitten wir um eine Anmeldung. Wir schicken dann einen Reader mit Auszügen aus dem "Kapital", in den ihr gerne vorher schon reinlesen dürft, aber nicht müsst. Der Kurs richtet sich an Menschen ohne Vorkenntnisse. Falls ihr schon Vorkenntnisse habt, könnt ihr gerne teilnehmen, wir wollen aber für alle verständlich und gemeinsam den Text erarbeiten, ohne Expert_innendiskussionen. Anmeldung: centrokapital [ät] web.de.

 

Referenten: Tobias ist Historiker und Philosoph und bietet seit Jahren Lesekreise zum „Kapital“ von Marx bei der MASCH an. Moritz ist Jurist und Kriminalsoziologe, liest in eben jenen Lesekreisen seit Jahren mit und hat mittlerweile auch selbst Einstiegskurse geleitet.



Organisiert von: Nutzer_innen des Centro in Kooperation mit der MASCH


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Party like it's 1984 pt.II


Cryptoparty: Fr, ab 20 h/Saal


"Verschlüsselung hilft", so sinngemäß Edward Snowden. Verschlüsselung hilft nicht - sie hilft dir nicht beim e-Mail schreiben, deine tweets werden nicht origineller, die Webseiten, die du surfst, nicht interessanter. Verschlüsselung stellt aber Vertraulichkeit her, ohne Verschlüsselung gibt es keine Privatsphäre im Internet. Zumindest das ist seit Bekanntwerden von Prism/Tempora unbestreitbar. Dass Verschlüsselung kompliziert und umständlich ist und einer flüssigen Arbeitsweise im Weg steht, das war mal so. Mit der richtigen Software und ein bisschen Basiswissen verschwindet die Verschlüsselung fast vollständig im Hintergrund. Diese Software und das Basiswissen wollen wir uns gegenseitig zeigen, auf der Cryptoparty im Centro Sociale.

 

Eine Cryptoparty ist keine Expert_innen-Veranstaltung und auch kein Frontalvortrag. In lockerer Atmosphäre helfen wir uns gegenseitig, dumme Fragen gibt es nicht. Eingeladen sind alle, und wer glaubt, schon alles zu wissen, sollte trotzdem vorbeikommen, um das Wissen zu teilen. Und wer schlicht bei ein wenig Musik und einem Getränk bei uns chillen will oder über geekige (oder auch nicht so geekige) Themen sich austauschen mag, ist auch herzlich willkommen. Bringt Eure Laptops mit und wenn ihr habt: Ethernetkabel und Mehrfachsteckdosen für Strom.

 

Die ElectronicFrontierFoundation hat eine Liste von Werkzeugen erstellt. Der Name ist Programm: https://prism-break.org

Cryptoparties finden auf der ganzen Welt statt - hier ein How To: http://www.cryptoparty.in/parties/howto

 

Organisiert von: Linux-Cafe 

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SAMSTAG, 9.11.

 

"SchweiĂźen wie die Kleinen"


Workshop KunstschweiĂźen: Sa, 13-17h/Werkstatt, !! Nun verschoben auf Mo, 11.11., 16-20h!!


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Global mobil? Ein Privileg

 
Performance & Diskussion, Sa 17-18h/Saal & Kubus


Work-and-Travel in Australien. Ein Freiwilligendienst in Kenia. Der Urlaub in Thailand. Wir sind global mobil und das ganz selbstverständlich. Dabei ist dies für viele Menschen auf der Erde gar nicht so selbstverständlich. Tausende junger Deutsche reisen jährlich in Länder des Globalen Südens, um dort in sozialen Projekten zu arbeiten. Ist dies anders herum auch so leicht möglich? Mit einer Performance möchten wir darauf aufmerksam machen, dass nicht alle global mobil sein dürfen. Wir freuen uns auch über gemeinsame Gespräche im Anschluss.


Organisiert von: Zugvögel e.V.

 

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Syrien und Libanon – SozialistInnen berichten


Input & Diskussion: Sa, 18-21 h/Saal


In nahezu der gesamten arabischen Welt sind Millionen Menschen in den letzten zwei Jahren gegen ihre Herrschenden aufgestanden, haben Regierungen gestürzt, mutig dem Militär getrotzt, haben gesehen, dass es möglich ist, etwas zu verändern. Trotzdem hat sich in ihren Ländern an den sozialen Bedingungen nicht viel verändert, andere Herrscher sind an Stelle der alten getreten, Militärs und Fundamentalisten.

Warum es AktivistInnen auch hier trotzdem Mut machen sollte, dass Millionen Menschen gemerkt haben, dass Widerstand etwas bewirken kann und warum die neuen Herren in einem wackligeren Sattel sitzen als die alten und warum wirkliche Befreiung nicht durch westliche Militärinterventionen geschieht – darüber berichten die Sozialistischen AktivistInnen: Aysha (Libanon), Tamir (Libanon) und Nate (Syrien).


Organisiert von: Sozialistische Alternative Hamburg (SAV)

 

Im Anschluss: Die Centro Herbstakademie tanzt, ab 22 Uhr im Saal

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SONNTAG, 10.11.

 

Erst die Arbeit... und dann?

Von GroĂźraumbĂĽros & Work/Life-Balance-Tempeln in Hamburg


Input & Diskussion: So, 19-22h/Saal


In der City Nord sollte alles noch schön getrennt sein: Das Ideal war eine nach Funktionen aufgegliederte Stadt. Gearbeitet wird in der Bürostadt, gewohnt in den neu entstandenen Großwohnsiedlungen und erholt wird sich im Umland. Diese Trennung von Funktionsbereichen führe, so das BRD-Wirtschaftswunderland-Ideal, zu mehr Lebensqualität und Zufriedenheit. Was ist von den städteplanerischen Idealen der 1960er übriggeblieben? Wie wird heute an diesen Orten gearbeitet und gelebt?

Das neue Ideal heißt "Nutzungsmischung" und die HafenCity soll der Prototyp sein. Alle wichtigen Bereiche des Lebens sollen im eigenen Quartier stattfinden, zumindest gilt dies für diejenigen, die sich das Wohnen und Arbeiten hier leisten können. Wie realisieren sich diese Leitbilder in Hamburg und welche Folgen haben sie für geschlechtliche Arbeitsteilung, Prekarisierung und sozialräumliche Polarisierung? Was verspricht die schöne, neue Arbeitswelt und was heißt das für den urbanen Lebensalltag? Für wen sind diese Räume gedacht und wer profitiert von der neuen Work/Life-Balance? Der BUKO-Arbeitsschwerpunkt StadtRaum Hamburg will diskutieren, wo und wie wir eigentlich leben & arbeiten wollen. City Nord und HafenCity sind unsere Beispiele.


Organisiert von: BUKO-ASSR

 

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MONTAG, 11.11.

 

"SchweiĂźen wie die Kleinen"


Workshop KunstschweiĂźen: Mo, 16-20h/Werkstatt, (nicht mehr Samstag wegen Flohmarkt)


Normalerweise bringen die Straßenpiraten Kindern/Jugendlichen das Schweißen bei, heute sind mal die Erwachsenen dran. Kreativ sein mit Winkelschleifer und Schutzgasschweißgerät, wir zeigen wie's geht und verschönern gemeinsam das Centro. Altmetall (kein Alu) darf gerne mitgebracht werden.


Organisiert von: StraĂźenpiraten e.V.


  • So viele waren schon hier (seit Juni 2008) 641323