Centro Sociale

Der Zerfall Jugoslawiens (Vortrag)

29.11.2018 (Donnerstag) 20:00
Saal

Vortrag mit der IZ3W-Redakteurin Larissa Schober aus Freiburg.

„Ich regiere ein Land mit zwei Alphabeten, drei Sprachen, vier Religionen und fünf Nationalitäten, die in sechs Republiken leben“ so Josef Broz Tito über den sogenannten ‚Vielvölkerstaat‘ Jugoslawien. Seit 1991 existiert dieses Land nicht mehr.

Diverse Konflikte, die häufig unter dem Begriff ‚Jugoslawienkriege‘ summiert werden, gestalteten die Landkarte des westlichen Balkans neu. Dabei kam es zu sogenannten ethnischen Säuberungen, Konzentrationslager wurden errichtet und Millionen Menschen waren auf der Flucht. Seinen blutigen Höhepunkt erreichte der Krieg 1995 mit dem Genozid von Srebrenica, dem etwa 8000 bosniakische Männer unter den Augen der UN zum Opfer fielen.

Trotz ihrer Brutalität und den massiven politischen Folgen scheinen die Jugoslawienkriege heute in Westeuropa in Vergessenheit geraten zu sein. Dabei leiden die meisten Nachfolgestaaten Jugoslawiens noch immer sowohl unter den ökonomischen als ideologischen Folgen der Kriege. Viele Konflikte in der Region sind nur oberflächlich befriedet und könnten erneut ausbrechen.

Egal ob im Kosovo, Bosnien und Herzegowina oder in Mazedonien – die aktuellen Konflikte können nicht ohne Bezug zu den Zerfallskriegen begriffen werden.

Der Vortrag wird sich daher nach einem kurzen einführenden Überblick zur Geschichte Jugoslawiens ausführlich mit dem Zerfalls des Landes beschäftigen.

Dabei werden soziale, politische und ökonomische Entwicklungen beleuchtet, die das Auseinanderbrechen begünstigt haben.

Abschließend wird ein kurzer Blick auf die heutige Situation in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens geworfen.

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