Centro Sociale

tatort kurdistan-Cafe: *Staatsterror und der Kampf um demokratische Autonomie*

10.02.2016 (Mittwoch) 18:00
Saal

tatort kurdistan-Cafe mit Infos und VoKü (18-18.30h), heute zur aktuellen Situation in Bakur (Nordkurdistan/Türkei)

 

Mit der jüngsten Welle des staatlichen Terrors in
Nordkurdistan/Ost-Türkei führt die AKP-Regierung einen erbarmungslosen
Krieg gegen die kurdische Zivilbevölkerung. Mehr als 200 Zivilist_innen
wurden von Armee und Polizei innerhalb des letzten halben Jahres
ermordet. Obwohl die kurdische Seite immer wieder zur Wiederaufnahme
des Friedensdialogs aufruft, hält die Regierung Erdogan am Krieg gegen
die Kurden fest.  

In Reaktion auf die Weigerung der kurdischen Bevölkerung grundlegende
kulturelle und politische Rechte zuzugestehen und die gewaltsame
Vorgehensweise der Regierung haben eine Vielzahl der Kommunen mit
kurdischer Bevölkerungsmehrheit im Land mittlerweile die
Selbstverwaltung aufgerufen. Sie haben erklärt, den Staat, dessen Terror
sie tagtäglich ausgesetzt sind, nicht länger akzeptieren zu wollen und
ihre Städte bzw. Stadtviertel selbst zu verwalten – unabhängig von den,
aus Ankara eingesetzten, Provinzgouverneuren. Die demokratische
Selbstverwaltung ist die Antwort auf den Abbruch der Friedensgespräche,
dem massiven Einsatz von Gewalt gegen die kurdische Zivilbevölkerung und
die staatliche Vernichtungspolitik.


*Wir zeigen einen Film zur aktuellen Situation, dazu berichtet Rolf
Becker (Schauspieler aus Hamburg), der mit einer
Delegation Ende Januar Vorort war.*

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