Centro Sociale

Ins Abseits geschickt – Frauenfußball von den Anfängen bis zum Verbot

03.02.2016 (Mittwoch) 18:00
Saal

Die Geschichte des Frauenfußballs beginnt in Deutschland, anders als in anderen europäischen Ländern, sehr viel später.

In England erlebte der Frauenfußball, der seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannt war, im Ersten Weltkrieg eine kurze Blütezeit, die bis in die 1920er‐Jahre reichte. Auch in Frankreich war Frauenfußball zu dieser Zeit populär.

In Deutschland gehört Frauenfußball in den 1920er‐Jahren zu den seltenen Ausnahmen sowohl im studentischen Umfeld als auch in einzelnen Sportvereinen. Es überrascht daher nicht, dass Fußball auch während des Nationalsozialismus noch als reine Männerdomäne wahrgenommen wurde. Dies belegt u.a. eine Stellungnahme des Nationalsozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen, die 1936 Frauen das Fußballspielen untersagte.

Erklärungen dafür, warum sich der Frauenfußball in Deutschland sehr viel später als in den Nachbarländern etablierte, liefert die Forschung bisher nicht.

Der Vortrag von Nina Holsten und Simone Wörner soll durch einen vergleichenden Blick nach Frankreich, England, Österreich und Russland zu einer Diskussion über mögliche Gründe anregen. 

 

Begleitprogramm zur Ausstellung "Hamburger Fußball im Nationalsozialismus" (http://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/nachrichten/news/ausstellung-h...), die noch bis zum 07.02. läuft.

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