Centro Sociale

Raumnahme-Workshop

04.05.2013 (Samstag) 15:00
Büro
Kolleg
Kolleg-Vorraum
Kubus
Loki-Lounge
Saal
Werkstatt

Raumnahme-Workshop  

Öffentlich und selbstverwaltet: Nebenkosten und sonst nichts?

 

Es gibt einige selbstverwaltete Projekte in Hamburg, die Raum geben für die nicht kommerzialisierten Interessen: politische Diskussion, nicht-kommerzielle Kultur, gemeinsame Werkstatt, Veranstaltungen aller Art. Die Stadt stellt gegen alle diese geplanten und existierenden Räume eine paradoxe Forderung: Der Raum muß sich betriebswirtschaftlich rechnen. Miete wird verlangt, zu Marktpreisen und auch darunter aber immer: Miete muß her. Dieses Geld soll das Projekt sich besorgen, über Miete der Nutzer_innen, über Sponsoren, Stiftungen oder öffentliche Zuwendung.  

 

In dem Workshop wollen wir uns die Zeit nehmen für die Überlegungen:  

Wozu sind nicht kommerzielle Orte notwendig?  

Ist Selbstverwaltung sinnvoll für öffentliche Nutzung?

Welchen Aufwand wollen wir dafür betreiben und welchen Preis wollen wir zahlen?

Was sind die angemessenen politischen Forderungen, um die Räume zu halten und zu stärken?

 

Wir verstehen den Workshop als Auftakt diese Fragen in den nächsten Monaten wieder stärker zu debattieren. Die Idee stammt aus den Diskussionen mit dem Centro Sociale, Frappant, Rote Flora, Gängeviertel, KulturEnergieBunkerAP und Zomia. Bei aller Unterschiedlichkeit der konkreten Projekte geht es auch immer um den Widerspruch: Wir wollen Raumgeben für politische Debatte und nicht-kommerzielle Kultur aber beschäftigen uns mit Miete eintreiben, Verwaltung und Business-Plänen. Die Diskussion um öffentlich und umsonst zu nutzende Räume geht über die konkreten Projekte hinaus und ist eine Frage, die gesellschaftlich gestellt werden sollte.

 

Konkret geht es bei diesem ersten Treffen um Fragen wie:

Warum und für wen werden Räume gebraucht?

Wie kann das funktionieren?

Besetzen – Mieten – Kaufen?

Selbstverwaltet oder von Professionellen organisiert?

Welche gemeinsamen Forderungen haben wir?

Welches gemeinsames Vorgehen können wir entwickeln?

Zum Ablauf:

15:00 Uhr Begrüßung und einleitender Beitrag

16:00 Uhr Arbeitsgruppen zu den Fragen , moderiert jeweils von Vertreterinnen der verschiedenen Projekte

18:00 Uhr Plenum mit Berichten und der Frage: was als nächstes?

Danach: Essen und Kneipe

 

Eingeladen sind nicht nur in Projekten engagierte Leute, sondern alle an diesen Fragestellungen interessierten Menschen!

 

Weitere Veranstaltungen/Aktionen zu diesem und angrenzenden Themen gibts bei der Protestkulturwoche vom 28.04. - 05.05.2013.  

  • So viele waren schon hier (seit Juni 2008) 529218